Blogbeitrag vom 31. Dezember 2025 

♥ ♥ Yoga-Sutra III ♥  Jahresabschluß 2025  ♥ ♥ 

Wir beschließen das Jahr 2025 und wir beschließen hier auch die Lehre der Sutras, obwohl diese noch nicht beendet sind. Dazu unten mehr. Das Jahr 2025 war sehr herausfordernd für viele von uns, so wie auch schon die vorangegangenen Jahre herausfordernder waren als viele Jahre zuvor. Und wir können davon ausgehen, dass uns noch ein paar weitere Herausforderungen bevorstehen, soweit wir ihnen Beachtung schenken. Ich gehe davon aus, dass wir selbst wählen können, wie unser Leben gestaltet ist, so wie es die alten yogischen Gurus lehrten. 

 

So wünsche ich Dir als LeserIn meines Blogs einen
Guten Übergang in das Neue Jahr 2026!
Feier das Leben und das ewig Neue! Lebe Deine Vision!

Und mach das Neue Jahr zu Deinem besten Jahr! 

Wenn Du magst, sende mir gerne Deine Gedanken und Wünsche, wie es hier im Blog weitergehen soll in 2026!
Ich werde alles lesen und versuchen, umzusetzen, was mir möglich ist und was mir entspricht.
Möglicherweise kann ich nicht jeden Wunsch erfüllen, aber ich werde mein Bestes geben. 

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So kommen wir hier für die, die weiterlesen wollen, noch einmal zu den Sutras - Kapitel 3: 

Wie wir im letzten Blog erfahren haben, geht es in den Sutras jetzt um das reine Sitzen. Um stille Meditation, um Samadhi. Der 3.Teil der Yoga-Sutras trägt die Überschrift Vibhuti-Pada - Über die göttlichen Kräfte und die Vollendung der inneren Sammlung. Diese Sutras werde ich hier nicht im einzelnen aufführen, weil die meisten von uns (noch) nicht bereit dafür sind. Wer sich weiter damit beschäftigen will, wird sich wahrscheinlich inzwischen selbst eine Schrift besorgt haben und kann im Selbststudium damit weiterarbeiten.  

Patanjali spricht in diesem dritten Pada von den vibhutis. Das sind die Eigenschaften, die dem Yogi zueigen werden, der Körper, Geist und Seele zusammenzuhalten versteht. So erwachsen ihm / oder ihr (der Yogini) diese besonderen Fähigkeiten, die wir tatsächlich als übernatürliche Kräfte bezeichnen können. Es besteht die Gefahr, sich von diesen Kräften verführen zu lassen, damit zu spielen oder gar zu prahlen. Der weise Yogi, die weise Yogini, geht sehr besonnen mit den vibhutis um und entwickelt weiter ihre Fähigkeiten zum höchsten Seinszustand hin. 

Während wir im ersten Kapitel - Samadhi-Pada vom Weg des hochentwickelten Yogis und seiner Praxis zum Samadhi erfahren haben, im zweiten Kapitel - Sadhana-Pada über den äußeren Teil des Weges, so wenden wir uns im dritten Kapitel - Vibhuti-Pada dem inneren Streben zu, wo es um Konzentration - dharana, um Meditation - dhyana und vollständige Versenkung - samadhi geht. Es sind dies alles drei geistige Praktiken. So wird die- und derjenige, wer sich hier angesprochen fühlt, jetzt öfter in Konzentration, Meditation und Versenkung sitzen wollen. 

Patanjali berichtet über die vibhutis als übernatürliche Fähigkeiten, die auf ganz natürliche Weise entwickelt werden, wenn der Yogi/die Yogini stetig den geistigen Weg weitergeht. Für den modernen, materialistisch konditionierten Menschen ist dies eine zweifelhafte Vorstellung. Doch dann wird der moderne Mensch alle drei Padas infrage stellen und es ist vielleicht (noch) nicht sein Weg. 

Was genau sind denn nun diese vibhutis?, wirst du dich fragen. Nun, Patanjali beschreibt sie auf diese Weise: Wenn der Sadhaka (Schüler des Yoga) mit aller Kraft sein Ziel anstrebt, werden sich nebenbei Ergebnisse einstellen, die ihn überraschen und vielleicht als so erstrebenswert erscheinen, dass er meint, dies sei sein eigentliches Ziel gewesen. 

Beispiele dafür finden wir auch in der modernen Gesellschaft zuhauf. Ein Mann möchte reich werden, um seine Frau und Kinder gut zu versorgen und baut sich darum eine geschäftliche Karriere auf. Er erreicht Reichtum und könnte zufrieden sein. Doch nun erliegt er der Gier, immer mehr Geld verdienen zu wollen und immer mehr Reichtum aufzubauen. Das Ziel der Sorge um seine Familie tritt in den Hintergrund und er vernachlässigt diese sogar. - Oder eine junge Frau möchte Sängerin werden und probt jeden Tag und schließlich erreicht sie Ruhm und Anerkennung. Plötzlich ist das Singen nicht mehr ihr Fokus, sondern der Ruhm und das Angebetet-werden. Beide haben ihr Ziel über die Nebeneffekte aus den Augen verloren und sind - wahrscheinlich - nicht glücklich. 

Ein anderes Wort für vibhutis ist auch siddhis. Egal, ob du die Verführungen vithuti oder siddhi nennst, wenn sie in dein Leben eintreten, erinnern sie dich daran, standhaft zu bleiben und getreu deinen Weg weiterzugehen. Wenn wir diesen Versuchungen erliegen, kann es sein, dass wir einige Zeit sehr machtvoll sind, aber am Ende zerstören sie uns. 

Wenn der Yogi / die Yogini allerdings ihren Weg verfolgt und standhaft bleibt, kann er/sie Meisterschaft - samyama, bestehend aus dharana, dhyana und samadhi - erlangen und im Lichte der Weisheit und Einheit erstrahlen. 


NAMASTé, Deine Eva Devi

 

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