Blogbeitrag vom 03. August 2025 

♥ ♥ Yoga-Sutra II,18 - II,21  ♥ ♥ 

Die Sutras II,18 - 21 beschäftigen sich mit der Natur des Menschen, dem Bewusstsein und den Betrachtungsweisen - mit dem Seher, der das Gesehene nicht nur interpretiert, sondern auch gestaltet durch sein Sehen. Wir kommen in diesen Sutras der Quantenphysik ein wenig näher und begreifen, dass die alten Seher und Gurus all das schon längst wussten, was moderne Wissenschaftler gerade neu zu entdecken glauben. 



Sutra II,18:
प्रकाशक्रियास्थितिशीलं भूतेन्द्रियात्मकं भोगापवर्गार्थं दृश्यम्
prakâsha-kriyâ-sthit-–shîlam bhûtendriyât-makam bhogâpavargârtham drishyam

Bedeutung: Das Wahrgenommene hat die Qualitäten von Klarheit, Aktivität und Trägheit und besteht aus den Elementen der Natur sowie denen der Sinnesorgane (Wahrnehmungsorgane). All dies dient dem Zweck der Befreiung. 

Sutra II,19:
विशेषाविशेषलिङ्गमात्रालिङ्गानि गुणपर्वाणि 
visheshâvishesha-lingamâtrâlingâni guna-parvâni

Bedeutung: Die Eigenschaften der drei Gunas (sattwa: Licht, Harmonie; rajas: Aktivität, Bewegung; tamas: Trägheit, Dunkelheit) sind spezifisch, erkennbar sowie unspezifisch, nichterkennbar sowie auch differenziert, unterscheidbar ebenso wie undifferenziert, nichtunterscheidbar. 

Sutra II,20:
द्रष्टा दृशिमात्रः शुद्धोऽपि प्रत्ययानुपश्यः
draṣṭā dṛśimātraḥ śuddho-pi pratyaya-anupaśyaḥ

Bedeutung: Der Sehende ist reines Sehen, reines Bewusstsein. Doch trotzdem sieht er durch die Erfahrung. 

Sutra II,21:
तदर्थ एव दृश्यस्यात्मा ॥२१॥
tadartha eva dṛśyasya-ātmā

Bedeutung:Das Gesehene existiert nur für den Sehenden. 


Oh, welche Erkenntnis steht hier in Sutra II,21! Wir nähern uns langsam dem wahren Kern: Das Gesehene existiert nur für den Sehenden. Das ist Quantenbewusstsein und -logik. Das genau ist es, um das es geht im Yoga. Schritt für Schritt nähern wir uns dem tiefen, reinen Bewusstsein. Doch wir sind ständig abgelenkt durch die Erfahrung, durch die Gunas, all die Eigenschaften dessen, was wir sehen und wahrnehmen. Lassen uns durch unsere Sinneswahrnehmungen ablenken und halten alles für real, was wir denken, fühlen, tun, was wir sehen, schmecken, riechen, hören usw. Doch es ist nur die Realität des Sehenden, es ist nicht die Wirklichkeit. Es existiert nicht wirklich. Dies sind die Schleier, die es zu lüften gilt. 

Lass uns darüber meditieren und wir werden mehr Klarheit erlangen, die unsere Welt so dringend braucht. Schau dich um, sieh, was alles geschieht und werde dir bewusst, dass es nur für dich existiert und das nur dann, wenn du hinsiehst. Und mit deinem neuen Bewusstsein kannst du die Welt heilen, indem du alle die Orte siehst, an denen Kinder Hunger leiden und siehst, wie sie genährt werden, indem du alle die Orte siehst, an denen Krieg herrscht und du den Frieden an diesen Orten siehst, indem du alle die Orte siehst, an denen Wälder zerstört werden und du siehst, wie die Bäume wieder wachsen, indem du alle die Orte siehst, an denen Tiere gequält werden und du sie geliebt siehst. 

Und wenn das alles zu groß ist, beginne mit dir und deiner Familie und heile eure Herzen. Sieh deine Konflikte mit deinen Nachbarn und heile sie. Sieh deine Mutter und deinen Vater, sieh dich in Frieden und Liebe mit ihnen. Sieh deine Kinder und nimm sie so wahr, wie es ihrer eigenen Seele entspricht. Siehe mit Augen der Liebe und des Friedens auf alles und heile so die Welt. 

Welcher Frieden kann in uns erwachsen, wenn wir uns über diese Wahrheit bewusst werden. 


NAMASTé, Deine Eva Devi

 

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